Investieren in Bitcoin (English version below)

Es ist (nach einer langen Zeit) mal wieder soweit. Der Grund, wieso ich seit längerem nicht mehr geschrieben habe, ist derselbe, der mich jetzt wieder zum Schreiben bringt:

Kryptowährungen.

Aktuell findet die weltweit wahrscheinlich größte je dagewesene Kapitalumverteilung dar, weshalb einem Investor das Thema Kryptowährungen zumindest ein Begriff sein sollte. Mit diesen habe ich mich in der jüngsten Vergangenheit ausgiebig beschäftigt, nun möchte ich einige meiner Erkenntnisse mit euch teilen und euch vor einigen Fallstricken warnen.

Die Erklärung, warum Kryptowährungen, prominentestes Beispiel ist sicher Bitcoin, eine derartige Aufwertung erfahren haben, möchte ich hier kurz versuchen zu geben. Der wichtigste Punkt, der diesen Wertwachstum erklären kann, ist sicher die Tatsache, dass die jemals verfügbare Anzahl an Bitcoins limitiert ist und 21 Millionen nicht übersteigen kann.

Aufgrund der Tatsache, dass bei der Erstellung eines Blocks der Blockchain stets eine Plausibilitätsprüfung durch das gesamte Netzwerk (bzw. genauer durch die Miner) stattfindet, ist es nicht möglich, Bitcoins zu „fälschen“, da man dazu über mehr als 50-% der Gesamtrechenleistung des Netzwerks verfügen müsste (Stichwort 51% Attacke). Somit ist diese maximale Anzahl von 21 Millionen fest im Bitcoin Protokoll verankert und unveränderbar. Das führt zu einer interessanten Situation, die man von Fiat Währungen nicht kennt: Bitcoin ist frei von Inflation, (was jedoch nicht für alle Kryptowährungen gilt). Aus diesem Grund wird häufig auch vom „Digitalen Gold“ gesprochen.

 

Ein besonderer Treiber des Bitcoinpreises ist die Tatsache, dass die weltweiten Märkte aktuell mit verschiedenen Krisenszenarien konfrontiert sind. So schürt aktuell der Protektionismus des US-Präsidenten, sowie verschiedene Krisen, wie beispielsweise die Atombomben- und Raketentests von Nordkorea, Klimakatastrophen oder Flüchtlingskrisen Ängste bei Investoren.

Da der Goldpreis durchaus manipuliert werden kann, bietet eine mittlerweile weltweit anerkannte Kryptowährung die Möglichkeit, Geld anonym, weltweit und ohne die Notwendigkeit, ein Bankkonto zu besitzen, vor Währungsmanipulationen oder Marktschwankungen zu schützen. Zudem bietet die Blockchaintechnologie die Möglichkeit, die gesamte Finanzindustrie massiv disruptiv zu verändern, da sie das Problem der Byzantinischen Generäle löst und somit zum ersten Mal eine algorithmusbasierte globale Konsensfindung ermöglicht. Die UN-Generalversammlung scheitert regelmäßig an diesem Unterfangen. Auch einer Anheizung der Inflation von Euro und Dollar, Renminbi etc. durch FED und EZB andere Zentralbanken können Kryptoinvestoren gelassen entgegensehen.

Aktuell existieren neben den bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple noch ca. 1100 weitere Kryptowährungen. Einen guten Überblick hierzu bietet coinmarketcap.com, wo auch deren Martkapitalisierung und Preis sowie die, sich in Umlauf befindliche Anzahl der jeweiligen Coins gelistet sind.

Ich habe mich im letzten Jahr sehr intensiv mit derartigen Kryptowährungen auseinandergesetzt und möchte euch nun eine Anleitung mit an die Hand geben, um euch einen möglichst schnörkellosen Einstieg in derartige Investments zu ermöglichen. Dabei werde ich auch auf einige wichtige Fallstricke eingehen, die ihr als Kryptoinvestoren in jedem Fall vermeiden solltet.

Grundsätzlich, was ist ein Bitcoin?

Ich kann hier unmöglich auf alle Details der Blockchain Technologie eingehen, um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen. Für detaillierte Informationen, was genau ein Bitcoin ist, wie dieser funktioniert, was es mit der Blockchain auf sich hat, warum Satoshi Nakamoto einen Nobelpreis verdient hätte etc. etc. sei auf das Buch von Jörg Platzer hingewiesen: Bitcoin - kurz & gut. Dieses Buch erklärt recht schön die zugrundeliegende Technologie – die Blockchain und ermöglicht es einem Investor erst, das Potential der Technologie überhaupt abschätzen zu können. Den Ratschlag, bevor ich in etwas investiere, muss ich zunächst ein Buch über das Thema gelesen und auch verstanden haben, gilt also auch hier. Aus meinem privaten Umfeld kann ich festhalten: dieser Schritt – das Informieren über Kryptowährungen – ist der Grund schlechthin, wieso so wenige Menschen in Bitcoins und andere Kryptowährungen investiert sind. Weitere Informationsquellen sind natürlich Wikipedia und – wenn es um aktuelle Themen geht - die englischsprachige Twittersphäre (siehe hierzu den Reiter Social Media oben auf der Seite).

Schritt 1: Die Wallet, oder wie sichere ich meine Bitcoins?

Nachdem ihr euch informiert habt, braucht ihr zunächst eine Wallet, also einen „Container“ in dem ihr eure Bitcoins lagern könnt. Dies ist genau genommen falsch, ihr lagert nicht die Bitcoins selbst, sondern eure Legitimierung, also euren privaten Schlüssel, der es euch ermöglicht, eine Transaktion zu verifizieren. Dieser private Schlüssel sollte nur euch bekannt sein, weshalb sich zu diesem Thema einige intelligente Menschen einige Gedanken gemacht haben und Systeme entwickelt haben, die nicht nur (nach aktuellem Kenntnisstand) sicher, sondern auch komfortabel zu handhaben sind.

Ich empfehle euch für den möglichst einfachen Einstieg die Hardware Wallet Ledger Nano S, die aktuell eine der sichersten und trotzdem einfachsten Methoden darstellt, eure privaten Schlüssel zu sichern. Außerdem werden nicht nur Bitcoin unterstützt, sondern zum aktuellen Stand auch Bitcoin Ethereum, Litecoin, Dogecoin, ZCash, Dash, Stratis, Ripple, Hello, Bitcoin Cash und Komodo. Die Hardware Wallet solltet ihr in jedem Fall direkt vom Hersteller beziehen und nicht über irgendwelche Drittanbieter. Der Hintergrund ist einfach: Ihr möchtet nicht, dass eure Wallet jemals in die Hände Dritter gelangt ist, da dies einen potentiellen Angriffsvektor darstellt. Da im Bereich der Kryptowährungen gilt: „Be your own Bank“, müsst ihr auch die Sicherheitsvorkehrungen selbst treffen und derart anpassen, dass diesen euren Ansprüchen genügen, da ihr alleine verantwortlich seid.

Was passiert, wenn euch der Ledger verloren geht? Ihr könnt die verschiedenen Wallets auf eurem Ledger jederzeit wiederherstellen, dazu braucht ihr allerdings den „Recovery Seed“, also einen Satz aus 24 Wörtern, der euch beim ersten Einrichten des Ledger angezeigt wird. Schreibt ihn euch also gut auf, speichert ihn nirgends online ab und legt den Seed im Idealfall auch nicht unter das gleiche Kopfkissen oder in das gleiche Bankschließfach, wo ihr auch euren Ledger aufbewahrt. Eine gute Maßnahme, welche in verschiedenen Foren vorgeschlagen wurde, ist den Seed in das Fundament eures Hauses einzumauern :-).

Aufgrund der kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken von Trezor, einer anderen weitverbreiteten Hardware Wallet und den offensichtlichen Angriffsszenarien von Hot- und Onlinewallets, rate ich davon eher ab, derartige Wallets zu verwenden. Beide sind für Hacker potentiell einfache Ziele, da sich eine Hot-Wallet auf einem Rechner, Laptop oder Smartphone befindet, welche sich relativ einfach mit einem Virus infizieren lassen, um die privaten Schlüssel auszuspionieren. Noch einfacher funktioniert dies bei Onlinewallets: Da die privaten Adressen, wie der Name schon sagt, online gespeichert sind, gibt es eine Vielzahl an möglichen Angriffsszenarien. Die dritte Alternative wäre, die Bitcoins auf der jeweiligen Börse liegen zu lassen und zu hoffen, dass der Betreiber seine Hausaufgaben gemacht hat, wovon ich ebenfalls abraten würde.

Schritt 2: Woher nehmen (stehlen fällt meiner Meinung nach als Beschaffungsmethode aus)

Wenn ihr nun euren Ledger Nano S bestellt habt und ein Buch über Bitcoins gelesen habt, kommt die nächste große Frage: Wo kann ich Bitcoins etc. kaufen.

Hier gibt es auch wieder verschiedene Möglichkeiten. Einige, die ich selbst ausprobiert habe, möchte ich hier diskutieren.

Es gibt natürlich die Möglichkeit, Bitcoin Geldautomaten zu verwenden, leider sind diese noch nicht flächendeckend verfügbar. Auch Bitcoins bar zu kaufen ist theoretisch möglich, geht aber logischerweise mit dem einen oder anderen Risiko einher. Umgesetzt wurde die Idee bei http://bitcoin-treff.de/.

Einfacherer und komfortabler geht der Kauf bei verschiedenen Börsen wie

Sowie mittlerweile viele weitere. Ich habe bisher Erfahrungen mit Bitcoin.de, Anycoindirect und Bitstamp gesammelt und muss feststellen, dass für meine Bedürfnisse Bitstamp am besten geeignet ist. Bitcoin.de ermöglicht es, Bitcoins direkt von anderen Usern zu kaufen, leider ist dazu ein Bankkonto bei der Fidor Bank notwendig, auf dem der Betrag, für den man Bitcoins kaufen kann, hinterlegt sein muss. Erst dann wird man für den sogenannten „Expresshandel“ freigeschaltet. Aus mir nicht ersichtlichen Gründen bin ich bisher für den Expresshandel bei bitcoin.de nicht freigeschaltet worden und auch auf meine Supportanfrage wurde bisher nicht reagiert, was für mich inakzeptabel ist. Ich muss jedoch auch betonen, dass einige Bekannte von mir mit Bitcoin.de bisher gute Erfahrungen gesammelt haben.

Die zweite Alternative, die ich bisher ausprobiert habe, ist Anycoindirect. Auch hier muss man sich authentifizieren und kann im Anschluss direkt verschiedene Kryptowährungen kaufen. Aufgrund der vergleichsweise hohen Gebühren (diese sind höher als bei Bitcoin.de und Bitstamp) würde ich jedoch auch davon abraten, weshalb wir nun zu meinem Lieblingsdienst kommen: Bitstamp.net.

Auch bei Bitstamp.net ist eine Authentifizierung notwendig, weshalb die Accounterstellung ca. 1-2 Wochen dauert. Im Anschluss überweist man einen Betrag X mittels SEPA Überweisung an die Bitstamp Ltd. bzw. die slowenische Bank Unicredit banka Slovenija. Nachdem das Geld eingegangen ist, wird man per E-Mail über den Geldeingang informiert und man kann direkt Bitcoin, Ripple, Ethereum und eine immer größer werdende Anzahl an Kryptowährungen kaufen, wobei die Gebühren fair sind.

Wichtig: Jeder Kauf von Kryptowährungen setzt ein gewisses Maß an Vertrauen in die Börse voraus. Bitte informiert euch vorher, ob eine Plattform vertrauenswürdig ist. So wurde BTC-e neulich anscheinend von der SEC stillgelegt-und wegen Geldwäsche angezeigt. Bei der Auswahl einer geeigneten Börse ist also unbedingt zunächst eigene Recherchearbeit notwendig.

Nachdem ihr bei derartigen Plattformen Kryptowährungen gekauft habt, liegen diese jedoch auf der Plattform, und noch nicht in eurer Wallet. Transferiert bitte größere Beträge, die ihr nicht zum Zahlen oder Traden verwenden möchtet, schnellstmöglich auf eure Wallet, beispielsweise den oben angesprochenen Ledger. Nur so könnt ihr sicher sein, dass wenn die Tauschbörse gehackt wird, eure Coins in Sicherheit sind. Derartige Szenarien sind nicht unwahrscheinlich, das berühmteste Beispiel ist sicher das Mt.Gox Desaster.

Hier noch einige warnende Worte zu Bitcoin Transaktionen:

  1. Transaktionen können NICHT rückgängig gemacht werden – überprüft bitte genau, ob ihr die korrekte Empfangsadresse eurer Wallet bei der Börse angegeben habt, bevor ihr eure Bitcoins überweist. Es wäre sehr ärgerlich, wenn ihr einen Bitcoin beispielsweise an eure Bitcoin Cash Empfangsadresse verschickt – dann habt ihr nämlich zum aktuellen Kurs knapp 4000 Euro vernichtet. Trösten könnt ihr euch dann nur mit dem Gedanken, dass das Geld bzw. der Bitcoin nicht weg ist, es hat ihn jetzt nur jemand anderes :-).
  2. Bitte aktiviert in jedem Fall auch die zwei Faktor Authentifizierung über Google Authenticator, die mittlerweile eigentlich von sämtlichen ernstzunehmenden Börsen angeboten wird. Damit könnt ihr die Sicherheit eurer Accounts deutlich erhöhen, da ein Angreifer dann sowohl Zugriff auf euren Rechner als auch auf euer Mobiltelefon haben muss, um Transaktionen zu signieren. Schreibt euch auch unbedingt den Widerherstellungsschlüssel für die zwei Faktor Authentifizierung irgendwo auf (nicht unbedingt in einem unverschlüsselten Textfile, das ihr dann in die Dropbox hochladet :-), da ihr sonst, solltet ihr euer Smartphone verlieren, keinen Zugriff mehr auf euren Account habt, was bedeutet, dass Euros, Bitcoins und Ether, die dort liegen, unter Umständen verloren sind!

Schritt 3: Und jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsthema: Steuern.

Haftungsausschluss: Ich bin kein Steuerberater und kann in keinem Fall eine fundierte Aussage zu derartigen Themen geben. Rechtlich verbindlich dürfen nur Finanzämter und Steuerberater Auskünfte geben. Was ich allerdings tun kann, ist meine Einschätzung zur Sachlage Stand 3.9.2017 abgeben, wobei ich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert habe:

Für den Privatnutzer von Bitcoins, Ether und anderen Coins ist im Wesentlichen relevant, wie der Verkauf von Bitcoins gegen Euro über beispielsweise einer Handelsplattform besteuert wird, wobei auch der Einsatz von Bitcoins als Zahlungsmittel eine Veräußerung darstellt, also wenn der Bitcoin-Inhaber für den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen mit Bitcoin bezahlt. In beiden Fällen liegen private Veräußerungsgeschäfte – auch noch bekannt unter der Bezeichnung „Spekulationsgeschäfte“ - vor. Und hier kommt der interessante Teil: Die Einstufung als Spekulationsobjekt führt steuerlich nämlich dazu, dass Veräußerungsgewinne nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr komplett steuerfrei sind. Wird ein Veräußerungsgeschäft innerhalb der einjährigen Haltefrist abgewickelt, greift zumindest noch eine Freigrenze von 600 Euro.

Bitte nehmt das Thema Steuern ernst. Es werden in der Blockchain alle Transaktionen, die jemals durchgeführt wurden, für immer gespeichert. Das bedeutet, selbst wenn Behörden aktuell vielleicht noch nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, Bitcoinadressen auch Realpersonen zuzuordnen, ist davon auszugehen, dass dies in der Zukunft durchaus möglich sein wird (Stichwort Künstliche Intelligenz und Quantencomputer), weshalb ich dringend rate, den Ratschlag „Ehrlich währt am längsten“ zu beherzigen. Stellt euch vor, ihr müsstet eure Bitcoingewinne, die über die Jahre aufgelaufen sind, plötzlich mit 5% p.a. nachversteuern. Tut euch das bitte nicht an. Es ist zwar möglich, Bitcointransaktionen nahezu 100% anonym durchzuführen, dies bedeutet aber einen erheblichen Aufwand (Bitcoinhäcksler, TOR-Netzwerke), weshalb ich Investoren, die nicht unbedingt ein gebrauchtes russisches Atom-U-Boot mit Bitcoin zahlen möchten, von diesem Mehraufwand eher abraten würde.

Ich habe Bitcoins – was jetzt?

Jetzt gilt der wichtigste Grundsatz des Investors: Abwarten und Tee trinken :-), bzw. um einmal im Bitcoin Jargon zu bleiben HODL. Keine hektischen Kauf- und Verkaufsaktivitäten, vielmehr rate ich dazu mit Hilfe von Google Sheets und Coinmarketcap eine kleine Tabelle zu pflegen, in der ihr eure Kaufdaten, also Preis und Anzahl sowie das Kaufdatum (siehe Steuer) eintragt. Auch könnt ihr die aktuellen Preise von Bitcoin, Ether etc. direkt in Google_Sheets über Coinmarketcap abfragen, und euch so die genaue Portfolioperformance jederzeit anzeigen lassen. Kopiert hierzu einfach folgende Zeile in euer Google_Sheet:

=IMPORTXML("https://coinmarketcap.com/currencies/bitcoin/","//span[@class='text-large']")

Eventuell müsst ihr hier dann noch den Wechselkurs USD/Euro multiplizieren, wenn ihr den Bitcoin Preis in Euro dargestellt haben möchtet. Den Wechselkurs könnt ihr über folgenden Befehl abfragen:

=GOOGLEFINANCE(USDEUR)

Multipliziert die beiden Zellen mit der Anzahl an gekauften Bitcoins und schon habt ihr stets einen Überblick über euer aktuelles Portfolio. Natürlich funktioniert dies auch mit Ether und allen anderen auf Coinmarketcap gelisteten Kryptowährungen.

So seid ihr stets über euer Investment auf dem Laufenden und habt auch einen Überblick, wann ihr was gekauft habt, was sicher für den einen oder anderen Lohnsteuerjahresausgleich ganz praktisch sein kann.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeiten, mit Kryptowährungen Daytrading zu betreiben. Hierzu geeignete Plattformen sind die bereits genannten Kraken, Poloniex sowie Bittrex. Man transferiert seine Bitcoins oder Ether dazu auf die Empfangsadresse, die beispielsweise von Bittrex bereitgestellt wird, und kann die Coins handeln, sprich, in andere Coins umtauschen. Dies ist meiner Meinung nach nur für Personen geeignet, die sich mit der Thematik im Detail auseinandergesetzt haben, die Zeit haben, die Kurse permanent zu verfolgen, und das Kapital haben, auch größere Kursschwankungen aussitzen zu können. Für eine Altersvorsorge rate ich dringend davon ab, Kryptowährungen zu kaufen, die eine niedrige Marktkapitalisierung haben und für die man keine sichere Wallet hat. Auch sollte man in keinem Fall seine gesamten Ersparnisse in Kryptowährungen anlegen, da die Kurse im Vergleich zu Aktien extrem volatil sind. Als Beimischung und zur Diversifizierung können Kryptowährungen jedoch sehr gute Werkzeuge sein, welche außerdem großes Kurspotential bieten.

So, ich hoffe, ich habe dem Mysterium Kryptowährungen und Bitcoin etwas Leben einhauchen können. Solltet ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen, mir an info@smartmoneyblog.de schreiben oder an @SmartMoneyBlog_ twittern.

Sollte euch gefallen haben, was ihr gelesen habt, ist hier meine „Kaffeekassenbitcoinadresse“ ;-)

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Investing in Bitcoin

September 3rd 2017

 

It’s finally happening (after a long while). The reason why I haven’t been writing for this long is the same reason which is making me write again:

 

Cryptocurrencies.

 

Right now, the probably largest-ever global asset reallocation is occurring, which is why the topic of cryptocurrencies should at least be familiar to an investor. I have been fully devoting myself to these in the most recent past and now, I would like to share some of my insights with you and warn you against some pitfalls.

 

Now, I would like to attempt to give you a short explanation as to why cryptocurrencies - the most prominent example probably being Bitcoin - have experienced such an appreciation. The most important point that can explain this appreciation in value is most probably the fact that the amount of bitcoins that will ever be available is limited and cannot exceed 21 million. Due to the fact that, when a block is created, the blockchain always experiences a plausibility check throughout the entire network (or more specifically, through the miner), it is not possible to “forge” bitcoins, since you would have to have at least 50% of the entire processing power of the network at your command (keyword: 51% attack). Thus, this maximum amount of 21 million is anchored firmly in the Bitcoin protocol and is unchangeable. This leads to an interesting situation that you don’t get with fiat currencies: Bitcoin is free from inflation (which is however not true for all cryptocurrencies). Due to this, these are also often called “digital gold.”

 

A special driver of the price of bitcoin is the fact that the global markets are currently confronted with various crisis scenarios. Right now, the U.S. presidents’ protectionism as well as various crises, such as North Korea’s atomic bomb and rocket tests, climate catastrophes or refugee crises, are fanning fear amongst investors.

 

Since the price of gold can indeed be manipulated, cryptocurrencies, that have in the meanwhile gained global recognition, provide the opportunity to protect your money anonymously, globally and without having to own a bank account, from currency manipulations or market fluctuations. Also, blockchain technology provides the opportunity to change the entire finance industry gravely in a disruptive manner, since it solves the ‘Byzantine Generals’ Problem’ and thus allows to find a global, algorithm-based consensus for the first time. The UN General Assembly fails constantly in this endeavour. Investors of cryptocurrencies can even face the fuelling of inflation of the euro, dollar, renminbi etc. by the FED, ECB and other central banks calmly.

 

Currently, there are approximately 1,100 other cryptocurrencies beside the most famous ones like Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple. Coinmarketcap.com offers a good overview in regards to this, where its market capitalisation and price as well as the amount of respective coins that are in circulation are listed.

 

Last year, I have dealt with these cryptocurrencies very intensely and I would now like to give you instructions, in order to allow you to get started with these investments as smoothly as possible. At the same time, I will go into some important pitfalls that you, as investors of cryptocurrencies, should avoid in any case.

 

Generally, what is a bitcoin?

 

I couldn’t possibly go into all details of blockchain technology right here, in order to remain within a reasonable word limit. If you want to know more detailed information - what exactly is a bitcoin, how does it work, what is a blockchain, why does Satoshi Nakamoto deserve a Nobel Prize etc. - I would suggest you read Jörg Platzer’s book: Bitcoin - kurz & gut. This book explains the underlying technology (blockchain) quite well and allows an investor to estimate the potential of the technology. The advice that you should have read and also understood a book about the topic before investing in something is also valid here. From my private surroundings, I can record that this step of informing yourself about cryptocurrencies is simply the reason why so few people have invested in bitcoins and other cryptocurrencies. Other sources of information are naturally Wikipedia and - for current matters - the English-speaking Twitter sphere (for this, look at the tab labelled Social Media at the top of the page).

 

Step 1: Which wallet to secure my bitcoins?

 

After having informed yourselves you now need a wallet, a ‘container’ where you can store your bitcoins. Technically, this is incorrect - you don’t store the bitcoins themselves but your legitimacy, your private key that allows you to verify a transaction. This private key should only be known to you, which is why some intelligent people have given some thoughts to this topic and have developed systems that are not only (at the current state of knowledge) secure, but also comfortably operable.

 

In order to get started as easily as possible, I would recommend you the hardware wallet Ledger Nano S, one of the currently most secure and nonetheless easiest methods to secure your private keys. Also, not only bitcoins but (at the current state) also Bitcoin Ethereum, Litecoin, Dogecoin, ZCash, Dash, Stratis, Ripple, Hello, Bitcoin Cash and Komodo are supported. You should obtain the hardware wallet directly from the manufacturer at all costs, not from some third-party supplier. The line of reasoning is easy: You don’t ever want your wallet to fall into the hands of a third party, since this represents a potential attack vector. Since the phrase “be your own bank” holds true for the sector of cryptocurrencies and you yourself are responsible, you also have to implement the safety precautions yourself and adapt them so that they meet your demands.

 

What if you lose the ledger? You can retrieve the different wallets on your ledger at any time, you however need the “recovery seed” to do so, which is a sentence composed of 24 words that is shown to you when you first open the ledger. So write it down well, don’t save it anywhere online and ideally, don’t put the seed under the same pillow or in the same safe you put your ledger. A good method that has been recommended in different forums is to wall your seed into the foundation of your house :-).

 

Due to the recently leaked out security flaws of Trezor, another widespread hardware wallet, and the obvious attack scenarios by Hotwallets and Onlinewallets, I advise against the use of such wallets. Both are potentially easy targets for hackers, since a Hotwallet is located on a computer, laptop or smartphone, which are easily infested with a virus in order to spy out the private keys. This is even easier done with Onlinewallets: Since the private addresses are, as its name implies, stored online, there is a variety of possible attack scenarios. The third alternative would be to leave the bitcoins with the respective market and to hope that the operator has done his homework, which I would advise against as well.

 

Step 2: Where to take from? (Stealing is not a valid method of acquisition, in my opinion)

 

If you now ordered your Ledger Nano S and read a book about bitcoins, the next big question follows: Where can I buy bitcoins etc.

 

Here, too, there are different possibilities. I want to discuss some that I have tried out myself in this article.

 

Naturally, there is the possibility to use bitcoin ATMs, but unfortunately, these aren’t available across the whole country yet. It is also theoretically possible to buy bitcoins in cash, but this is logically accompanied by the one or other risk. The idea has been implemented at http://bitcoin-treff.de/.

 

You can purchase bitcoins more easily at different markets such as

and meanwhile, there are many more. Until now, I’ve had experience with Bitcoin.de, Anycoindirect and Bitstamp and have to note that Bitstamp is most suitable for my needs. Bitcoin.de enables you to buy bitcoins directly from other users. But unfortunately, you need a bank account at Fidor bank, where the amount with which you are going to buy the bitcoins must be deposited. Only then, you are activated for the so-called “express trade.” For reasons that are unapparent to me, I haven’t been activated for this at bitcoin.de and they haven’t reacted to my support request yet, which is inacceptable for me. I have to emphasise though that some acquaintances of mine have had good experiences with Bitcoin.de until now

 

The second alternative that I have tried out is Anycoindirect. Here, too, you have to authenticate yourself and after that, you can immediately buy different cryptocurrencies. Because of the comparatively high fees (these are higher than the fees at Bitcoin.de and Bitstamp) I would nonetheless advise against it, which is why we now arrive at my favourite market: Bitstamp.net.

 

Bitstamp.net requires an authentication too, which is why the opening of an account takes about 1-2 weeks. Afterwards, you transfer money of amount X through a SEPA transfer to Bitstamp Ltd. or the Slovenian Bank Unicredit banka Slovenija. After the money is transferred, you are informed about the receipt of money by e-mail and you can immediately buy Bitcoin, Ripple, Ethereum and other cryptocurrencies from an ever-growing selection, while fees remain fair.

 

Important: Each purchase of cryptocurrencies presumes a certain degree of faith in the market to some extent. Please inform yourself beforehand whether a platform is trustable or not. BTC-e has apparently been shut down and reported by SEC for money laundering. Thus, when selecting a market, doing research first is a must.

 

After you buy cryptocurrencies from such platforms, these however are still located on the platform and not in your wallet. Please transfer larger amounts that you don’t wish to use for payment or trade onto your wallet, as soon as possible, for instance the above-mentioned ledger. Only this way you can be sure that your coins will be secured if the file-sharing site is hacked. Those types of scenarios aren’t unlikely, the most famous example probably being the Mt.Gox disaster.

 

Now, a couple of warning words regarding bitcoin transactions:

  1. Transactions CANNOT be undone - please check carefully whether you have entered the correct recipient address of your wallet at the market, before you transfer your bitcoins. It would be very annoying if you, for instance, sent a Bitcoin to your Bitcoin Cash recipient address - this would mean a loss of almost 4,000 EUR at the current rate. You could only comfort yourself with the thought that the money or the bitcoin is not gone, it’s just that someone else has it now :-).
  2. In any case, please also activate the two-factor authentication through Google Authenticator which is by now usually being provided by all serious markets. Through this, you can increase the security of your accounts by far, since an attacker would have to have access to your computer as well as your mobile phone, in order to sign transactions. Also, in any case, write down the recovery code for the two-factor authentication somewhere (if possible, not in an unencrypted text file that you upload onto Dropbox :-), since you would lose access to your account in case you lose your smartphone, which would mean that euros, bitcoins and ether that are stored there, could be lost in some circumstances!

I’ve got bitcoins - now what?

Now, the most important policy of the investor pertains: to wait and drink tea :-), or to put it in bitcoin slang HODL. No frantic purchase and sales activities, I’d rather advise you to maintain a small table using Google Sheets and Coinmarketcap where you enter price and amount as well as purchase date. You can also enquire about the current prices of bitcoin, ether etc. directly at Google Sheets using Coinmarketcap and thus have the precise portfolio performance shown to you. To do so, simply copy the following line into your Google Sheet:

 

=IMPORTXML("https://coinmarketcap.com/currencies/bitcoin/","//span[@class='text-large']")

 

You may have to multiply the exchange rate USD/EUR, if you want the bitcoin price to be shown in Euro. You can request the exchange rate using the following command:

 

=GOOGLEFINANCE(USDEUR)

 

Multiply the two cells with the amount of bitcoins you bought and it will show you an overview of your current portfolio. Of course, it also works with ether and all other cryptocurrencies listed on Coinmarketcap.

 

This way, you’ll always be up to date with your investment and will have an overview of what you bought and when, which can be quite practical for the one or other annual adjustment of income tax.

 

Of course, there is also the possibility to conduct Daytrading using cryptocurrencies. Platforms that are suitable for this are the ones already mentioned like Kraken, Poloniex as well as Bittrex. For this, you transfer your bitcoins or ether to the recipient address that is being provided by Bittrex, for instance, and are able to trade the coins, which means that you are able to change them into other coins. In my opinion, this is only suitable for people that have dealt with this topic in detail, that have the time to follow the rate permanently and have the capital to sit out things, even bigger currency fluctuations. Regarding your pension plan, I strictly advise against the purchase of cryptocurrencies that have a low market capitalisation and for which you don’t have a safe wallet. You also should never invest all of your savings as cryptocurrencies, since the rate is, in comparison to stocks, extremely volatile. Cryptocurrencies can however be very good mixing and diversification tools, which also offer great price potential.

 

Well, I hope that I was able to breathe some life into the mystery of cryptocurrencies and bitcoin. Should you have questions, wishes or suggestions, you can leave me a comment, write me at info@smartmoneyblog.de or twitter at @SmartMoneyBlog_.

 

In case you liked this article, this is my tipjar bitcoin address ;-)

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Olivia Rossineli (Donnerstag, 09 November 2017 08:54)

    Hallo,

    Mein Name ist Olivia, ich arbeite im Bereich Online Marketing mit mehreren Webseitenbetreibern zusammen und bin auf Ihre Seite gekommen.

    Ich habe ein paar neue Kunden aus dem Krypto-Bereich.

    Was ich kurz und knapp fragen mochte:

    - Wie viel wurden Sie berechnen, um unseren ICO-Kunden zu werben?

    - Wie konnte es betont werden?

    - Akzeptieren Sie Bannerwerbung, Gastbeitrage und Pressemitteilungen?

    - Ist es moglich Newsletter zu erstellen?

    Bitte geben Sie mir Bescheid, wenn Sie dieses Thema interessant fur Ihre Leser finden.

    Ich freue mich auf Ihr Feedback!

    Beste Grüße,
    Olivia

  • #2

    SMB-Team (Freitag, 10 November 2017 09:56)

    Sehr geehrte Frau Rossineli,

    Wir möchten uns gerne weiterhin unsere Unabhängigkeit hinsichtlich der Berichterstattung bewahren, da dies von unseren Lesern sehr geschätzt wird, weshalb ich ihr Angebot leider nicht annehmen kann.

    Mit freundlichem Gruß

    Das SMB-Team